Chia-Tyan Yang 楊佳恬

Pianist. Storyteller.

Projekt: Give Me Phoenix Wings To Fly
Stories

Projekt: Give Me Phoenix Wings To Fly

Die Interviews mit drei japanischen Musikerinnen und einer kanadischen Komponistin haben mich zu Beginn meiner eher zufällig passierten Karriere als Interviewerin maßgeblich geprägt.

Chika MURATA, Pianistin des japanischen Klaviertrios „Sepperl Trio“, erzählt von dem Kinderkonzert-Projekt „Give Me Phoenix Wings To Fly“, inspiriert von der gleichnamigen Kompostition, die die drei jungen Musikerinnen erst durch die Teilnahme am FS&MM  kennengelert haben (ist eines der Wahlstücke für die 1. Runde).

Es ist Freitag, 10. 2. 2012, spätnachmittags. Ich stehe mit drei japanischen Musikerinnen am Gang neben dem Lift der MUMUTH Lounge. Nach einem 10-Stunden-Und-Das-Ende-Ist-Noch-Lange-Nicht-In-Sicht-Tag fällt mir zugegebenerweise schon etwas schwer, lieb zu bleiben. Während ich ein paar Schritt weiter höchstens ein-drittel-herzig mit Sepperl Trio plaudere, gilt meine Aufmerksamkeit meinen Teamkollegen, die gerade noch ein paar Aufnahmen von Kelly-Marie machen (soeben haben mein Team und ich ein Interview mit der Komponistin Kelly-Marie Murphy gedreht).

Zögerlich sage ich, ganz höflich, „schön, ich mag auch Kinderkonzerte.“

Die Cellistin Mikiko YAMADA fragt vorsichtig, „wir würden den Komponisten dieses Stückes gerne kennenlernen. Weißt du ob ER da ist?

Ich zeige lachend auf die Kelly-Marie: „Noch einen besseren Zeitpunkt könnt ihr euch nicht aussuchen. Da ist SIE! Kommt, ich mache euch miteinander bekannt.“ Als ich meine eigenen Worte „die Damen haben voriges Jahr aus deinem Stück „Give Me Phoenix Wings To Fly“ zu einem Kinderkonzert-Projekt gemacht.“ höre, geht mir schlagartig durch den Kopf, worum es sich bei diesem Kinderkonzert-Projekt handeln könnte. Und ich schäme mich wie schon lange nicht mehr für mein halbherziges, uninteressiertes Verhalten von vorher.

Vor mehr als 1 1/2 Jahren hatten die drei jungen Künstlerinnen begonnen, sich für die Teilnahme am Schubert-Wettbewerb vorzubereiten, dabei entschlossen sich für das Werk „Give me Phoenix Wings to Fly“ aus dem Wahlstückkatalog für die erste Runde. Das Stück erschien ihnen völlig neu und interessant.

 

 

Ein paar Monate später ereigneten sich in Japan unfassbare (Natur-)Katastropen, die die ganze Welt erschütterten. Die drei jungen Künstlerinnen gaben im Laufe des Jahres 2011 mehrere Kinderkonzerte, in denen sie ein Programm rund um das Stück „Give Me Phoenix Wings To Fly” gestalteten. Die Kinder wurden aufgefordert, ihre Impressionen von diesem Stück in einem Bild festzuhalten. Am Ende ihres Projektes wurden es 400 Bilder. Die drei Musikerinnen ließen all diese Kinderbilder zu einem riesigen Mosaik-Bild zusammenfügen. In einem öffentlichen Abschlusskonzert führten sie das Stück „Give Me Phoenix Wings To Fly” vor dem riesigen Bild mit 400 Phönixen in der Größe von 6×8 Meter auf, unterstützt von rotem Lichteffekt (Symbol für die rote Sonne und den Phönix aus der Asche)

Den kompletten Artikel ist auf http://schubert.kug.ac.at/the-project-give-me-phoenix-wings-to-fly/ nachzulesen:-)

 

Written by Chia-Tyan Yang in 2014/08/12