Konzept: Mag. Mag. Petra Music (Instrumentalpädagogin und Flötistin)
Mitwirkende: Bettina Kollmann (Behindertenbetreuerin und Jazzsängerin)
und als Gast beim Abschlusskonzert: Fang Li (Klavier)
im Mozartjahr, 2006
Klassische Musik: erhören, erspüren, erleben.
Ein 5-tägiger Workshop mit Teilnehmern der Lebenshilfe Leibnitz im Mozart-Jahr 2006, der von der Einstudierung eines interaktiven Konzertprogramms und einem Besuch im Haus der Musik in Wien geprägt ist.
Konzept und Nachbereitung:
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Montag
24.07.2006
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Kennenlernen und Vorstellungsrunde:
Trommeln ausprobieren; dann Hören des ersten Satzes von Beethovens 5ter Sinfonie unter aktivem Mittrommeln: leise/laut, Unterschiede hören lernen, kurze Erzählung zum Leben des Komponisten
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Die Zauberflöte:
Geschichte kurz erzählen und Singen der Arie "Das klinget so herrlich". Text lernen und Übungsphase
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Mittagspause
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Kennenlernen des Orff-Instrumentariums und Einführung in die Improvisation
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Hören eines Menuetts von Mozart und Bewegung zur Musik (3er Rhythmus, Betonungen)
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Dienstag
25.07.2006
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Improvisation: die Teilnehmer als Dirigenten
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Wiederholung des Liedes "Das klinget so herrlich" und Einstudierung eines Tanzes dazu
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Basteln eigener Instrumente (Rasseln)
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Mittagspause
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Schubert Lieder:
Kurze Erzählung über den Komponisten;
während des Hörens: Bewegungsspiele und Entspannungsübungen
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Wiederholung des Menuetts
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Mittwoch
26.07.2006
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Fertigstellung der Rasseln und deren Integration ins Konzertprogramm
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Improvisation: Erarbeitung einer Eigenkomposition (Klanggeschichte) der Gruppe
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Erster Satz von Mahlers 4ter Sinfonie: kurze Geschichte und Bewegungsspiele zur Musik (u.a. wiederkehrende Motive erkennen)
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Mittagspause
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Wiederholung des Konzertprogramms:
Arie
Menuett
Klanggeschichte
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Donnerstag
27.07.2006
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Wienfahrt:
Haus der Musik
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Freitag
28.07.2006
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Wiederholung des Konzertprogramms, unterbrochen von Entspannungsübungen
(Schubert Lieder)
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Mittagspause
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17:00 Generalprobe, Kennenlernen der Gastmusiker
19:00
Abschlusskonzert
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NACHBEREITUNG
- Begrüßung (kleine Nachtmusik), Improvisation (Klangröhren), Improvisation mit Dirigenten, Lied "Das klinget so herrlich" – Akkordsymbole, Blockflötenstimme, Lied singen, bekannte Lieder wiederholen (Singkreismappe), Walzer tanzen (Geschichten aus dem Wienerwald- Josef Strauss), Geschichte der Zauberflöte, Ausschnitt (Arie das klinget so herrlich), Beethoven 5te Symphonie hören und dazu improvisieren, Vorbereitung zur Person Beethovens, Mozarts und Schuberts; zur Entspannung Schubertlieder und Entspannungsübungen.
- Spiel mit Klangstöcken und Rasseln in großem Tuch, Improvisation mit Solisten, verschiedene Instrumente ausprobieren, Geschichte der Zauberflöte im ganzen wiederholen, Arie der Papagena und Papageno anhören, Ballettimitation Schwanensee, Improvisation mit Glockenspielen, Lied "das klinget so herrlich" wiederholen, Tanz dazu einstudieren, üben der Blockflöten, bzw. Gitarrenstimme, Improvisation mit Kongas, Trommeln und Klavier, Dirigenten.
KOMMENTAR
Die Gruppe ist extrem aufmerksam und aufnahmefähig, die Musikbeispiele finden großen Zuspruch, bes. die Papagenoarie und Schwanensee kommen gut an, auch Beethovens 5te Sinfonie. Die Gruppe ist sehr musikalisch und geht auf kleine Hilfen sofort ein (beim Dirigieren Dynamikanweisungen beispielsweise). Die Instrumentalisten geben sich große Mühe und üben mit großem Einsatz, wir dürfen sie aber nicht überfordern. Die für den nächsten Tag angekündigten Stimmübungen werden neugierig erwartet, der Operngesang hat einen großen Eindruck hinterlassen und die Gruppe erinnert sich sofort an frühere Begegnungen mit klassischer Musik (Opernbesuch, Filmvorführung). Insgesamt ist die Gruppe sehr lieb und macht mit großem Vergnügen mit, an Fakten sind die Teilnehmer genauso interessiert wie an Improvisationen, es kommen immer wieder Fragen aus der Gruppe.
- Zur Begrüßung ein Spiel; sich mit Füßen, Händen, Knien, Ohrläppchen begrüßen. Musikalische Begrüßung: Flötensolo (Grieg: Morgenstimmung). Dann Übung zur Körpererfahrung- wir sind Bäume, die wachsen (Der Schwan, St-Saens). Stimmübungen und Geschichten zur Stimmhygiene: Knurren, die Stimme freilassen, einfache Übungen zum atmen. Mozart wiederholen. F. Schubert: "Lindenbaum" und "die Forelle" zuerst hören, dann selber singen; (alle Strophen!). Spiel gordischer Knoten. Improvisation zu Beethovens 5ter und Ouverture Leonore, Spiel Bildhauer stellt ein Gruppenbild zusammen. Aus dem Ballett "der Nussknacker" Blumenwalzer tanzen und die Geschichte des Balletts erfahren. Die Lieder wiederholen, Vorstellung des Instrumentes Violine- alle Teilnehmer dürfen probieren, die Lieder mit Violine singen. Entspannungsübung (Goldbergvariationen von Bach), Arme fallenlassen, Atmung spüren (im Liegen mit aufgestellten Knien).
- Tanzen eines Menuetts (Bach, C Dur Suite). Erklärung zur Zeit des Barocks, Mode, Tanzstil, Verbeugungen und Knickse, Ausprobieren zur Musik, Anfang einer Choreografieerstellung, Klanggeschichte: Jeder Teilnehmer bekommt ein Instrument und spielt auf Stichwort die musikalische Begleitung zur Geschichte. Lieder vom Vormittag wiederholen, Feedback einholen, Menuett wiederholen, Entspannung zu Brahms 3. Symphonie.
KOMMENTAR
Die Teilnehmer waren heute sehr offen für Neues, improvisierter Tanz (Nussknacker) sowie die Schubertlieder haben ihnen am besten gefallen. Sie hören die Musikbeispiele extrem aufmerksam an- die Schubertlieder konnten sie nach einmaligem Hören sofort vom Blatt nachsingen, was sehr beeindruckend war. Grete ist dabei förmlich aufgelebt und war vor allem von den Liedern sehr begeistert. Bei den Orchesterstücken werden beim ersten Hören schon einzelne Stimmen mitgesungen oder gepfiffen (Ursula hat dabei ein sehr gutes Gespür entwickelt). Von Gerald wird die Musik sofort auch in Tanzbewegungen umgearbeitet – man erkennt sofort, dass er am künstlerischen Ausdruck großen Gefallen findet. Gisela ist eher etwas schüchterner, sie lächelt aber meistens und genießt eher kleinere verhaltene Bewegungen. Manfred ist ein sehr begeisterter Sänger und Tänzer, Bernadette ist eher schüchtern aber aufmerksam bei der Sache, Roswitha kann sich leider nicht solange wie ihre Kollegen konzentrieren, lockert aber dadurch die Gruppe ein wenig auf und Karin ist mit großem Eifer dabei, muss aber immer extra animiert werden, sich in die Gruppe als Ganzes einzufügen. Die Gruppe arbeitet sehr schnell und konzentriert und es ist eine große Freude, die mitgebrachte Musik mit ihr zu teilen. Heute war die Stimmung um vieles lockerer als am Vortag, was damit zusammenhängt, dass wir nun das richtige Maß gefunden haben um die Gruppe bestens zu fordern. Die Vorkenntnisse im Singen sind enorm, und die beiden Schubertlieder sind sehr gut angekommen.
- Begrüßung, Stimmübungen, "Das klinget so herrlich" und "Die Forelle" wiederholen fürs Konzert. Gordischer Knoten, Spiel mit Tüchern - Schmetterlinge, Schwanensee- Finger und Zehenballett, Instrumentenvorstellung Klavier - ausprobieren, Akkorde, Pentatonik spielen, Fantasiereise Saint-Saens der Schwan zur Entspannung.
- Menuett tanzen, Lieder wiederholen, Spiel, "Das klinget so herrlich" Generalprobe, Führung durch die Werkstatt.
KOMMENTAR
Die Gruppe war heute insgesamt eher müde und weniger aufnahmefähig, die Lieder allerdings sind sehr gut gegangen, sogar alle Strophen der Forelle sind trotz der eigentümlichen Sprache sehr gut aufgenommen worden. Die Stimmung war heute sehr locker und relaxed, die Konzentrationsphasen waren allerdings um vieles kürzer als am Vortag und die Teilnehmer haben sich leichter ablenken lassen.
Wien-Fahrt
Geplantes Programm für Freitag:
- Einsingen, "Das klinget so herrlich" und "Die Forelle" durch singen. Menuett tanzen, Entspannung, Schwanensee, Vorbereitung fürs Konzert Improvisation zu
- Generalprobe: Kennenlernen der Pianistin Li Fang, Durchsingen der Lieder, Kennenlernen der anderen Musikstücke
- KONZERT -
Tageswerkstätte der Lebenshilfe Leibnitz
Freitag, 28.07.2006, 18:00
Petra Music, Flöte
Bettina Kollmann, Gesang
Am Klavier: Li Fang
Johann Sebastian Bach: Siciliano aus der Sonate Es Dur
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W. A. Mozart: Das klinget so herrlich (Arie aus der Zauberflöte)
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Improvisation
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Robert Schumann: Faschingsschwank aus Wien, 3. Satz
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Franz Schubert: Die Forelle
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Nat King Cole: Autumn leaves
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A. Scarlatti: Sonate in C Dur
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W. A. Mozart: Andante in C Dur für Flöte und Orchester
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L. Armstrong: What a Wonderful World
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